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Über Nautictest

 English Version

Olympus U TOUGH-8000 12 Megapixel Kamera - Wasserdicht bis 10m

Das Pioniermodell unter den wasserdichten Kompaktkameras

Teststatus: Start am 01.05.2009 - Testabbruch 01.03.2011

Der Test ist textlich fertiggestellt, Bilder die die im Test aufgeführten Korrionsprobleme am Gehäuse zeigen kommen noch hinzu.

Produktname und Preis:

Olympus U Tough 8000, 329,-- € bei Amazon Stand Mai 2009

Hersteller:

Olympus

Händler:

Arkomare


Testjacht:

Nautictest Katamaran Privilege 37

Einsatzbereich:

Outdoorkamera

Kaufmotivation

Szene: Steg Lanzarote Porto Calero, beschwingt kommen wir vom Abendessen nach Hause. Es ist eine absolut ruhige Nacht, ich steige über aufs Boot, plötzlich ein Schrei und ein großer Platscher. Bis ich mich umdrehe sehe ich nur noch den Kopf von Selinda im Wasser verschwinden.
Ich muss lachen aber bevor ich wirklich losprusten kann durchzuckt es mich..autsch...das Handy, die Kamera...das Geld alles ist in Selindas weiträumigen Taschen untergebracht.

Schon wieder war eine unserer Kameras dem nassen Tod zum Opfer gefallen. Noch dazu hatten wir die jetzt betroffene Nikon erst vor wenigen Tagen angeschafft.

Am nächsten Tag setzte ich mich ans Internet und suchte nach wasserdichten Kameras und siehe da, der Markt hat die Not von uns Seglern erkannt und bietet mit der Olympus U Tough 8000 eine bezahlbare 12 Megapixel Kompaktkamera an, die bis 10 m Tiefe wasserdicht sein soll.

Beschreibung Funktionsweise

Die Wasserdichtheit wird durch Gummidichtungen die eine sorgsame Behandlung benötigen erzielt.

Der von außen nicht sichtbare optische Zoom ist in die Kamera eingebaut und fährt im Gehäuse wie ein Aufzug auf und ab, das Bild wird über einen Spiegel auf dessen Optik geleitet.

Umweltaspekte:

  • Unangenehm fällt auf, das selbst jedes Plastikteil und jedes Plastikkabel nochmals extra verpackt ist.
  • Da meiner Ansicht nach heute jeder Kamerabesitzer über einen Laptop oder Computer verfügt an dem die Kamera geladen werden kann, ist zu überlegen ob ein zusätzliches Ladegerät 220V nötig ist.
  • Positiv hervorzuheben ist, das das ausführliche Handbuch digital auf der beigefügten CD gespeichert ist und nur eine kleine Starterversion in Papierform beiliegt.

    Lieferung und Lieferumfang:

    Die Kamera ist gut ausgestattet nur statt dem überflüssigem Netzteil hätten wir eine Speicherkarte vorgezogen.

    Bedienungsanleitung:

    Siehe oben. Die Kurzanleitung ist wohl für die meisten Benutzer ausreichend. Sie ist gut bebildert und verständlich.

    Installation

    Zu installieren gibt's lediglich das kleine Riemchen für's Handgelenk und die Speicherkarte. Unserem Modell lag ein Adapter für Micro SD Karten bei, somit konnten wir eine vorhandene Karte nutzen.

    Design:

    Das Gehäuse wirkt qualitativ hochwertig und ist außerordentlich gelungen. Die angebotenen Farben ermöglichen eine individuellere Produktwahl was einfach Freude macht. Das Design vermittelt durchgängig die beworbenen Nehmerqualitäten des Produkts.

    Praxiserfahrungen aus dem laufenden Einsatz:

    Folgend einige Bildbeispiele aus dem Bereich der gelungenen Aufnahmen.













    Leider war die Tough für Schnappschüsse oft zu langsam und die Quote der gut gewordenen spontanen Bilder lag weit hinter den gewohnten Ergebnissen.

  • Die Videofunktion verfügte über keine Zoomfunktion was diese praktisch unbrauchbar machte.

  • Es fehlten Bildprogramme und die vorhandenen lieferten meist schlechtere Ergebnisse als die Portrait Einstellung die wir schließlich standardmässig nutzten.

  • Die Menüstrukturen erschließen sich nur mühsam, möchte man allein nur die Auflösung verändern lässt sich kaum ein nachvollziehbares Vorgehen verinnerlichen.

  • Die Lichtempfindlichkeit ist sehr gering, gute Bilder gelingen meist nur bei optimalen Lichtverhältnissen.

  • Die Farben waren insgesamt zu gedeckt.

  • Die stark beworbene Funktion "Touchcontrol" empfanden wir schlichtweg unbrauchbar und störend zumal die Kamera ständig daran erinnert ob man diese nicht wieder einschalten möchte.

  • Nicht überzeugen konnte auch der "Beauty Modus", damit vielleicht mögliche Qualitätsverbesserungen waren auf dem spiegelnden Display oft gar nicht erst zu erkennen.

  • Selbst die Wasser- und luftdicht verschlossene Mini USB Schnittstelle machte Probleme. Die durch das salzhaltige Umfeld ausgelöste Korrosion konnten wir mit Silikon bremsen, die Stecker des mitgelieferten USB Kabels lösten sich komplett auf.

    Welche Eigenschaften sind hervorzuheben bzw. besonders gut gelöst:

  • Wasserdicht bis 10 m
  • Gute Batterielaufzeiten
  • Objektiv ist bei Nichtgebrauch verschlossen
  • Unterwasseraufnahmen gelangen oft erstaunlich gut

    Welche Eigenschaften fehlen oder sind verbesserungswürdig:

  • Die Beschriftungen am Wählrad waren im zweiten Jahr schon nicht mehr lesbar was die korrekte Programmwahl sehr schwierig machte
  • Die Kamera ist bei Dunkelheit sehr schwer zu bedienen
  • Bildqualität
  • Bedienung
  • Ein Gehäuse das salzhaltiger Luft widersteht.
  • Datum, Uhrzeit sind nirgends ablesbar

    Folgend die Bilder des rund 20 Monate alten Gehäuses. Man sieht deutlich das die Korrosion aus den unzugänglichen Fugen kommt also durch Spülen auch nicht zu beeinflussen ist.






    Service:

    Wir mussten den Service nicht beanspruchen und überlegen jetzt ob uns eine Einsendung wegen der Korrosionschäden den Aufwand wert ist.

    Den Adapter für die Chipkarte mussten wir nach 20 Monaten ersetzen, da die Kamera nicht mehr einzuschalten war.
    Einen neuen Adapter haben wir über Amazon für wenige Euro bezogen. Da Olympus sicherlich nicht jedes zugekaufte Produkte bis zur Metalllegierung hin prüfen kann, stellte der Ausfall nach unserer Meinung keinen signifikanter Mangel dar.

    Meine persönliche Nautictestwertung:


    Zunächst waren wir von der Olympus Tough durchaus angetan . Das robuste Design, die Möglichkeit diese auch unter Wasser einzusetzen, ergänzt durch die Ausstrahlung einer neuen vermeintlich auf unseren Lebensstil angepassten Anschaffung machte uns innerhalb des ersten Jahres noch zu zufriedenen Nutzern.

    Je mehr wir uns jedoch mit der Olympus Tough 8000 befassten und je tiefer wir uns mit der gebotenen Funktionalität auseinandersetzten um so unzufriedener wurden wir.

    Dennoch die unter der Rubrik Praxiserfahrung aufgeführten Mängel hätten die Olympus Tough zu einer immer noch akzeptablen Kamera mit besten Outdoor Fähigkeiten gemacht. Die während unseres Praxistest bereits erschienen Nachfolgemodelle haben zudem wesentliche Verbesserungen erfahren.

    Das wir "Salzwasser Seglern" von einem Kauf eher abraten müssen liegt paradoxerweise am stärksten Punkt der Olympus Tough, nämlich an deren Gehäuse. Die verwendete Aluminiumlegierung vertrug keine salzhaltige Luft bzw Umgebung. Bereits im zweiten Jahr war das Gehäuse so stark korrodiert daß die schmalen Metallstege an den Dichtungsrändern trotz vorschriftsmäßiger Pflege stellenweise löchrig wurden.

    Die Kamera konnte also bereits im zweiten Nutzungsjahr nicht mehr unter Wasser eingesetzt werden, leider stellte dies jedoch den Hauptgrund für die Anschaffung dar.

    Zeitliche Verfolgung:

    Entfällt wegen Testabbruch. Für den Einsatz im Regen oder auf dem Lande ist die Kamera durchaus noch zu gebrauchen.

    Autor: Skipper Paul Ort: Grenada Datum: 10.10.2011
     
    Datum:  10.10.2011 Diese Seite weiterempfehlen
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